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Bei­trä­ge & Mel­dun­gen

Auf hohlen Köpfen ist gut trommeln

Vor zehn Jah­ren erschien mit “Auf hoh­len Köp­fen” ist leicht trom­meln– eine vom Ver­fas­ser auto­ri­sier­te Aus­wahl letz­ter Hand sei­ner Apho­ris­men. Die­se ver­ei­nig­te Karl­heinz Desch­ners teil­wei­se schon ins all­ge­mei­ne Sprach­gut auf­ge­nom­me­ne Favo­ri­ten aus den Berei­chen „Geist und Kunst“, „Mensch und Leben“, „Geschich­te und Poli­tik“, „Gesell­schaft, Recht, Natur“ sowie „Reli­gi­on und Kle­rus“ und „Über mich selbst“. In sei­ner erst nach der Lebens­mit­te ent­deck­ten Lieb­lings­gat­tung – ein „Hand­streich mit dem Kopf“ – kom­pri­mier­te er die geis­­­tig-emo­­­tio­na­­­le Essenz sei­ner übri­gen Wer­ke, sie zu- und über­spit­zend, oft sar­kas­tisch, auch para­dox. Das Werk ist wei­ter­hin im Han­del erhält­lich.

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“Der manipulierte Glaube” bekommt Neuauflage

Im Rah­men sei­ner Desch­ner Edi­ti­on wird der Ali­bri Ver­lag einen wei­te­ren Klas­si­ker von Karl­heinz Desch­ner auf­le­gen. In “Der gefälsch­te Glau­be” (ursprüng­lich: Der mani­pu­lier­te Glau­be) unter­sucht Karl­heinz Desch­ner zen­tra­le christ­li­che Glau­bens­leh­ren. Dabei zeigt sich: Was bis heu­te vom Katho­li­zis­mus als geof­fen­bar­te Wahr­heit gepre­digt wird, ist viel­fach von älte­ren Reli­gio­nen oder hel­le­nis­ti­schem Gedan­ken­gut über­nom­men. Ob Tau­fe oder Abend­mahl, Beich­te und Buße, Tri­ni­tät oder Welt­un­ter­gang – alles hat es bereits gege­ben, bevor das Chris­ten­tum die Büh­ne der Welt­ge­schich­te betre­ten hat. Das Buch wird ab Novem­ber im Han­del oder direkt beim Ver­lag ver­füg­bar sein.

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70 Jahre “Die Nacht steht um mein Haus”

1956 ver­öf­fent­lich­te Karl­heinz Desch­ner im Alter von 32 Jah­ren sei­nen Roman Die Nacht steht um mein Haus. Sein lite­ra­ri­sches Debüt wur­de von der Kri­tik begeis­tert auf­ge­nom­men. Wolf­gang Koep­pen zeig­te sich „außer­or­dent­lich beein­druckt“, Wal­ter Muschg nann­te das Buch „eine vehe­men­te Sache“, Peter Rühm­korf sprach von einem „Buch aus Mut und Musi­ka­li­tät“. Auch heu­te noch wird die­se „radi­ka­le Auto­bio­gra­phie“ (Micha­el Schmidt-Salo­­­mon) gewür­digt als „das Werk eines Genies ohne Welt“ (Süd­deut­sche Zei­tung). Bei­de Bücher gel­ten nach wie vor als „Juwe­len der unmit­tel­ba­ren Nach­kriegs­li­te­ra­tur“ (Nürn­ber­ger Nach­rich­ten), wor­in sowohl der Lite­ra­­­tur- als auch der Kir­chen­kri­ti­ker Karl­heinz Desch­ner bereits deut­lich ver­nehm­bar ist. Wer sei­ne Sach­bü­cher schätzt, wird im lite­ra­ri­schen Früh­werk ein erhel­len­des Pen­dant ent­de­cken. Das Buch ist wei­ter­hin im Han­del im Rah­men der Desch­­­ner-Edi­­­ti­on des Ali­bri Ver­lags erhält­lich.

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In Memoriam

Am 8. April jährt sich der Todes­tag des beson­ders als Lite­ra­­­tur- und Chris­ten­tums­kri­ti­ker her­vor­ge­tre­te­nen Schrift­stel­lers Karl­heinz Desch­ner. 2024 wäre der Autor 100 Jah­re alt gewor­den, was wir zum Anlass nah­men, die­se neu gestal­te­te Home­page ins Leben zu rufen, um dem Kir­chen­kri­ti­ker ein wür­di­ges digi­ta­les Denk­mal zu set­zen. Wer dem Autor noch inten­si­ver in per­sön­li­cher Form begeg­nen möch­te, dem sei der fünf­te Band der Desch­­­ner-Edi­­­ti­on “Was ich den­ke”, der sehr per­sön­li­che Tex­te des Kir­chen­kri­ti­kers ent­hält, nach­drück­lich emp­foh­len. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen hier­zu fin­den sich auf der Sei­te des Ali­bri Ver­la­ges.

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